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„Das Hufdilemma im 21. Jahrhundert“ CH

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„Das Hufdilemma im 21. Jahrhundert“ CH 2017-08-21T09:13:55+00:00

Vorwort Fallbeispiele:

„Das Hufdilemma im 21. Jahrhundert“

Liebe Besucher unserer Internetseiten,

die Rubrik „Fallbeispiele“ soll zunächst das hohe Heilpotential der korrekt angewandten Huforthopädie deutlich machen, und sie soll die Gewissheit verschaffen, dass missgestaltete Hufe nicht als unabdingbar hingenommen werden müssen. Hierbei soll und darf ebenfalls nicht übersehen und totgeschwiegen werden, dass sämtliche Hufe, die durch huforthopädische Behandlungen wieder rehabilitiert werden konnten, zunächst in den Händen des staatlich anerkannten Handwerks anderer Hufbearbeiter und/oder zusätzlich der Tierärzte waren. Wenn man bedenkt, dass die hier dargestellten, sowie die Mehrzahl der Hufe zunächst als unverdorbene Hufe bereits im Fohlenalter diesen Berufsgruppen anvertraut werden, dann muss konstatiert werden, wie unwissend, somit nachlässig bis verantwortungslos mit der Gesundheit der Hufe und den Bewegungsorganen umgegangen wird. Das Dilemma des unwissenden Umgangs mit den Hufen erklärt sich schon aufgrund der Tatsache, dass es , wie wir ständig nachweisen, offensichtlich durchaus möglich ist, auch schwer und über Jahre hinweg verunstaltete Hufen wieder zu ihrer ehemaligen Funktionstüchtigkeit zurück zu verhelfen, dass es in der Konsequenz sehr viel leichter fallen sollte, sie vom Fohlenalter bis ins hohe Lebensalter durchgehend funktionstüchtig zu erhalten.

Dass dieses nicht geschieht, schon seit Jahrhunderten nicht, und zumal nicht in unsrem aufgeklärten Zeitalter, liegt zunächst an den althergebrachten Studieninhalten und Lehrmeinungen, welche in den internationalen Fakultäten gehütet und verteidigt werden wie der Heilige Gral, welcher zusätzlich gegen externes Wissen verteidigt werden muss. Es begründet sich ebenfalls mit der Uneinsichtigkeit der praktizierenden Tiermediziner, die das hohe Heilpotential der Huforthopädie (ist angewandte Hufphysik) in ihren Praxen zwar immer häufiger und allerorten zur Kenntnis nehmen müssen aber Kraft ihrer Autorität ignorieren oder negieren können. Dass es hier wenige Ausnahmen gibt ändert nichts an den Fakten, dass das traditionelle Handwerk keinen Anpassungsbedarf erkennt, auch weil von der Veterinärmedizin keinerlei Ansprüche an es heran getragen werden. So werden die Hufe nach wie vor als Werkstücke betrachtet, als solche bearbeitet und bestückt. Technische Werkstoffe als Ausweich- oder Notbehandlungen helfen der Tiermedizin, die eigenen Aufgaben zu vernachlässigen und diese an das Handwerk delegieren zu können.

Die kognitive und angewandte Huforthopädie unterscheidet sich fundamental sowohl von den Diagnosen, Behandlungsformen- und Empfehlungen der Tiermediziner, als auch von den althergebrachten Lehrmeinungen und Hufpraktiken des Handwerks, versteht sich aber gerne als Option. Wenn Hufe nicht oder nicht mehr beherrscht werden, bei Huferkrankungen oder nicht verifizierten Grundkrankheiten, könnte durch hufphysikalisches Wissen und Können den Pferden oft viel Leid genommen oder erspart bleiben. Deshalb rehabilitiert die Huforthopädie gewaltfrei und schonend, und sie beachtet und unterstützt dabei die natürlichen Knochen-Umbauprozesse, was für die Wiederherstellung korrekter Hufe und Gliedmaßen unabdingbar ist. Eine Sicht- und Vorgehensweise, die sich wesentlich davon unterscheidet, erworbenen Missbildungen durch beschönigendes Bearbeiten oder durch Beschläge und Hilfsmittel jeglicher Art angeblich auszugleichen. Die Huforthopädie lehnt jegliche Hufschutzvarianten dann nicht ab, wenn sie fachkundig und verantwortungsvoll an funktionstüchtige Hufe angebracht werden.

Die zunehmende Nachfrage nach orthopädischen Hufbehandlungen führt leider dazu, dass das DIfHO trotz aller Bemühungen nicht allen Wünschen nach Hufbehandlungen durch seine zertifizierten Huforthopädinnen und Huforthopäden entsprechen kann. Dieser Notstand, das fälschlicherweise angenommene einfache Umsetzen und Lehren der Hufphysik und ihr hohes Heilpotential, sowie ein möglicher Zugewinn an Reputation wecken Begehrlichkeiten, die ihren Ausdruck finden in der Gründung von weiteren, sogenannten Hufschulen oder Hufzentren, in welchen versucht werden soll das fundierte, umfangreiche und deshalb erfolgreiche Ausbildungsmodell des Deutschen Instituts für Huforthopädie in einer Kurz- und Billigversion zu kopieren.

Was ebenfalls wahrgenommen werden muss, ist, dass Personen des traditionellen Handwerks oder andere Personen, die sich ebenfalls an den Hufen zu schaffen machen, häufig die Bezeichnung „Huforthopäde“ führen, ohne jemals eine Ausbildung in diesen Behandlungsarten genossen zu haben und durch das Benutzen von Versatzstücken den Hufen meist mehr schaden, als es durch die traditionellen Behandlungsarten möglich ist. Beklagenswert ist, wie dreist sich auch andere Personen als angebliche Huforthopäden vermarkten, die keinerlei Ausbildung an den Hufen vorweisen können oder sich einer Ausbildung in meinem Institut rühmen oder angeblich Huforthopädie nach Jochen Biernat beherrschen und anwenden, ohne je von mir ausgebildet worden zu sein, bzw. jemals eine der DIfHO-Lehreinrichtungen betreten zu haben. Gleiches gilt für Mitglieder des Vereins, der die Bezeichnung „Huforthopädie“ in seinem Namen führt und dessen Mitglieder sich gerne bei ihren Kunden auf meine Person beziehen. Dieses, obwohl der Verein bereits seit über zehn Jahren von der von mir entwickelten und seither ständig weiter entwickelten Huforthopädie abgeschnitten ist und sich deren Methoden inzwischen wesentlich von denen unterscheiden, die ich entwickelt und festgelegt habe.

Das bedeutet für Sie, liebe Leserinnen und Leser, dass nicht überall dort Huforthopädie oder meine Methoden dahinter stecken, wo dieser Begriff benutzt wird.

Diesem multiplen Missbrauch, zum Nachteil der in diesen Einrichtungen nach einer beruflichen Neuorientierung suchenden Personen, sowie dem Missbrauch zum Schaden der von jenen Personen später betreuten Pferde und Besitzer, wie ebenfalls dem allgemein vorherrschenden Hufdilemma, können wir, kann mein Institut umso mehr entgegentreten, je mehr engagierte Pferdeleute sich entschließen, entscheidend mit zur Verbesserung der allgemeinen Hufgesundheit beizutragen. Indem sie Kraft ihres Wissens und Könnens als ausgebildete, vom DIfHO zertifizierte und dort ständig fortgebildete Huforthopäden den Pferden zu einem unbeschwerten Leben in und auf ihren Hufen verhelfen, den Pferden Kraft ihrer Kenntnisse eine Stimme verleihen. Unsere demnächst im Raum Stuttgart neu eingerichtete Ausbildungsstätte soll dort der großen Nachfrage nach Ausbildungsplätzen entsprechen. Durch eine bessere Erreichbarkeit unserer Ausbildungsstätten wird noch mehr Personen die Möglichkeit eingeräumt, sich durch eine fundierte Ausbildung am DIfHO an der Verbesserung der Hufsituation beteiligen zu können.

Die Reihe „Fallbeispiele“ wird weiter ergänzt, dennoch können die hier abgebildeten Hufkorrekturen immer nur einen eher unbedeutenden Umriss der allerorten erfolgten Hufkorrekturen darstellen, welche von unseren zertifizierten und leider meist überbelasteten Huforthopädinnen und Huforthopäden seit über 15 Jahren erzielt werden, ohne, dass sie besonderes Aufsehen damit verbinden. Hierfür gilt ihnen mein besonderer Dank, und ebenfalls für ihre Standfestigkeit bei den nicht immer auf fachlichem Niveau verlaufenden Begegnungen mit den Vertretern anderer Lehrmeinungen.

Es grüßt Sie recht herzlich,
Jochen Biernat